Am vergangenen Montag informierten sich Aktive des Mannheimer Umweltforums bei der Unteren Forstbehörde über Waldumbaumaßnahmen im Dossenwald. Mit dabei waren Vertreterinnen und Vertreter des NABU, der Naturfreunde, der Freunde des Dossenwaldes und der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, des Mykologischen Arbeitskreises, des Vereins für Naturkunde Mannheim, des Naturgartenvereins und der Waldpark-Initiative. Bei schönstem Wetter besuchten sie gemeinsam verschiedene Standorte, an denen der Forst Maßnahmen zur Waldpflege und zum Naturschutz umgesetzt hat.
Dazu gehörten Aufforstungsflächen nach den Stürmen Wiebke und Vivian in den neunziger Jahren sowie Flächen, die nach dem Absterben von Waldkiefern aufgrund des Klimawandels neu bepflanzt werden mussten. Die Spätblühende Traubenkirsche, die als invasiver Neophyt im Käfertaler Wald ein großes Problem darstellt, ist im Dossenwald bisher zum Glück noch nicht weit verbreitet. Außerdem wurden Flächen mit Pflegemaßnahmen zur Erhaltung seltener FFH-Lebensräume in Mannheim besucht. Die dort stehenden Kiefern samen aufgrund der Hitzebelastung nicht mehr aus, weshalb versuchsweise Kiefernsamen aus Südfrankreich ausgesät wurden. Auch die Anlage von Tümpeln als Lebensraum selten gewordener Tierarten und als Wasserquelle für Wildtiere wurde erläutert. Einen Teil der Maßnahmen konnte der Forst mit Projektmitteln der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg durchführen. Die Forstmitarbeiterinnen und -mitarbeiter zeigten anschaulich, wieviel Arbeit in der Erhaltung und Pflege der Mannheimer Wälder steckt. Der klimastabile Waldumbau wird angesichts knapper Kassen der Stadt Mannheim aber immer schwieriger.

