Das Regierungspräsidium Karlsruhe hat in der Mitgliederversammlung des Umweltforums den aktuellen Stand der Untersuchungen zur Rheindammsanierung vorgestellt. Das wichtigste Ergebnis der Untersuchungen ist: Die Variante einer selbsttragenden Spundwand funktioniert! Dafür ist eine Spundwandlänge von 15 – 19 Metern nötig, wodurch keine Grundwasserströme eingeschränkt werden.
Zwischen GKM und Franzosenweg werden mit der neuen Planung keine Bäume von der Dammsanierung betroffen sein. Mit der Spundwandlösung entfällt die baumfreie Zone beidseits des Damms. Nördlich des Franzosenwegs sind nach aktueller Planung im Abschnitt 4 Nord noch etwa ein Drittel der Bergahornallee betroffen, da es hier Konflikte beim Einbringen der Spundwand weiter landseitig mit einer Hochspannungsleitung der MVV geben würde. In den Abschnitten 5 und 6 im Bereich der Schwarzwaldstraße sollen die Bäume wasserseitig entlang des Dammkronenweg gefällt werden, um dort die Spundwände einzubringen und dafür die landseitigen Bäume entlang des Wegs zu erhalten. Zu den betroffenen Abschnitten wurden von den Mitgliedsverbänden des Umweltforums Alternativen vorgeschlagen. Mit dabei waren neben der Waldpark-Initiative auch die BIG Lindenhof, die sich beide für eine baumschonende Variante der Dammsanierung engagieren.
Laut Regierungspräsidium wird es Mitte 2027 eine weitere Offenlage der neuen Variante zur Rheindammsanierung mit Erörterungstermin geben. Baubeginn sei frühestens 2029.
Die Pressemitteilung des Regierungspräsidiums zum aktuellen Untersuchungsstand ist hier abrufbar.


