Pressemitteilungen

03.12.2025
Umweltforum gegen Pflanzung amerikanischer Baumarten auf der Europaachse auf Franklin

27.10.2025
Podiumsdiskussion Wärmewende in Mannheim am 06.11.2025 um 19 Uhr

16.10.2025
Mannheimer Sparhaushalt als Chance für Klimschutz nutzen

25.08.2025 
Bebauungsplan ohne Festsetzungen für Grün und Flächenentsiegelung – Geht das noch in Zeiten des Klimawandels?

21.07.2025
Umweltforum fordert Verpackungssteuer auf Einweggeschirr für Mannheim

25.06.2025
Mannheim ist heißeste Stadt Deutschlands – Umweltforum mit Thema Schottergärten in der Tagesschau

27.03.2025
Lärmaktionsplan: Umweltforum unterstützt Tempo 30 und Tunnellösung

21.01.2025
Keine Baumaßnahmen im Naturschutzgebiet am Neckartalradweg

08.01.2025
Umweltforum beim Neujahrsempfang

16.12.2024
Umweltforum fordert erneute Prüfung der SEL aufgrund der geplanten Gasausstiegs bis 2035

10.11.2024
Laubbläser vermeiden – sie schaden Mensch und Natur

14.10.2024
Umweltforum fordert mehr Grundwasserschutz und einen nachhaltigen Umgang mit Trinkwasser

30.09.2024
Umweltforum besucht Geothermiekraftwerk in Bruchsal

15.07.2024
Neugewählte Vorständin im Mannheimer Umweltforum

13.06.2024
Umweltforum und Naturgartenverein auf Begrünungsmesse

13.05.2024
Der Stinkkanal muss sauberer werden – Umweltforum fordert weniger Abwassereinleitungen und Abwärmenutzung

25.04.2024
NaturGarten e.V. Regionalgruppe Mannheim wird 18. Mitglied im Umweltforum

26.03.2024
Schottergärten nehmen in Mannheim immer weiter zu – Umweltforum setzt auf Kontrollen

14.03.2024
FUSS e. V. Ortsgruppe Mannheim wird ist neues Mitglied im Umweltforum

05.02.2024
Umbau OEG-Bahnhof Käfertal – wichtige Maßnahme mit Verbesserungspotenzial

11.01.2024
Umweltforum beim Neujahrsempfang

23.11.2023
Umweltforum lehnt den Bau der Süddeutschen Erdgasleitung ab

19.10.2023
Umweltforum bei Einweihung der ersten Mannheimer Flusswärmepumpe

12.10.2023
Umweltforum erwartet Umsetzung der Naturschutz-Vereinbarungen auf Spinelli

28.08.2023
25 Jahre Umweltforum Mannheim – Feiern Sie mit!

 

Alle Pressemitteilungen

Artenschutz und BUGA-Planungen

25.09.2015

Die im Umweltforum zusammengeschlossenen Umwelt-, Naturschutz- und Verkehrsverbände erklären zum faunistischen Gutachten über das BUGA- und Spinelli-Gelände:

Für die geplante Bundesgartenschau 2023 hat die Stadt Mannheim ein Gutachten zu Vorkommen von seltenen und geschützten Tierarten auf dem Gelände der ehemaligen Spinelli-Kaserne und dem geplanten BUGA-Gelände anfertigen lassen. Dabei wurden mindestens 62 bestandsbedrohte Tierarten gefunden. Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass die durch eine Umwandlung des Areals und eine eventuelle Verlegung der Straße »Am Aubuckel« entstehenden Probleme für den Artenschutz durch die Umsiedelung einzelner Arten lösbar seien.

Wir halten dem entgegen: Bei einer Straßenverlegung würde mehr Habitat zerstört als geschaffen, auch durch den Verbrauch von Flächen mit »sehr hoher« und »hoher« naturschutzrechtlicher Bedeutung (Begriffe, die im Gutachten erläutert und verwendet werden).

Etwa zwei Drittel des Spinelli-Areals werden als Gebiete mit »hervorragender Bedeutung« (die Höchstnote) klassifiziert, nämlich alles außer dem Nordwestteil und den Gebäuden. Dort findet man nicht nur drei Haubenlerchenpaare (diese Art ist mit wahrscheinlich weniger als 50 Brutpaaren in Baden-Württemberg vom Aussterben bedroht), sondern eine Fülle von Wildbienenarten (gesamt 121, davon 42 bedroht), die als Zeigerspezies für ein diverses, in diesem Fall Sandrasen-Habitat, gelten.

Die Rechtfertigung der Straßenverlegung als Schluss aus dem Gutachten können wir nicht nachvollziehen. Die Schlussfolgerung aus dem Gutachten kann aus unserer Sicht nur lauten, dass die faunistischen Vorkommen erhalten und gefördert werden müssen. Dazu müssten die entsprechenden Gebietsteile von Überbauung freigehalten und ihr Zustand wie auch die Art des Bewuchses durch entsprechende Mahd oder Beweidung erhalten werden.

Im Hinblick auf die Präsentation der Siegerentwürfe für die Gestaltung des Grünzuges Nord-Ost am kommenden Mittwoch war es fahrlässig, die Grünraumplanung unter der Maßgabe „Wegfall der Straße am Aubuckel“ in Auftrag zu geben. Wie es aussieht, werden beide Siegerentwürfe aus ökologischen wie politischen Gründe nicht umsetzbar sein. Die Realisierung des Grünzuges Nord-Ost hätte damit einen vermeidbaren Rückschlag erlitten.