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Home / Natur in Mannheim / Arten des Jahres 2004

 

 

 

 

Arten des Jahres 2004

 

Vogel des Jahres: der Zaunkönig

Der Zaunkönig ist einer der kleinsten einheimischen Vögel. Munter im Unterholz umherhüpfend, ist er gut an seinem meist aufgestellten Schwanz und dem melodischen, laut schmetternden Gesang zu erkennen. Mit der Wahl des Zaunkönigs werben der Naturschutzbund Deutschland und LBV für naturnahe Gärten und mehr Wildnis auf Grünflächen - mit dichtem Unterholz und Bachauen.

 

Tier des Jahres: der Siebenschläfer

Der kleine Nager mit den Knopfaugen hält sieben Monate – von Oktober bis April – Winterschlaf und kam so zu seinem Namen. Der Siebenschläfer braucht zur Aufzucht seiner Jungen naturnahe Eichen- und Buchenwälder mit alten, höhlenreichen Bäumen und Totholz. Weil diese selten geworden sind, ist er vom Aussterben bedroht. Deshalb wählte die Schutzgemeinschaft Deutsches Wild den Siebenschläfer zum Tier des Jahres.

 

Fisch des Jahres: der Maifisch

Er galt schon als ausgestorben, doch noch gibt es ihn: den Maifisch, auch Alse genannt. Mit der Wahl zum Fisch des Jahres will der Verband Deutscher Sportfischer auf diese weitgehend unbekannte Fischart aufmerksam machen. Sie wurde aufgrund des intensiven Fischfangs, der Gewässerverschmutzung und der Flussregulierung mit Wehren und Schleusen extrem dezimiert.

 

Insekt des Jahres: die Hain-Schwebfliege

Sie ist schwarz-gelb gestreift wie eine Wespe, doch völlig ungefährlich. Förster, Landwirte und Gärtner schätzen die Hain-Schwebfliege, weil sie ihre Eier in Blattlaus-Kolonien ablegt. Und eine einzige Larve kann bis zu 900 Blattläuse verspeisen! Das Kuratorium „Insekt des Jahres“ will mit der Wahl der Hain-Schwebfliege auf eine Gruppe von Insekten hinweisen, die oft zu Unrecht als lästig empfunden werde und mehr Schutz verdiene als bisher.

 

Spinne des Jahres: die Grüne Huschspinne

Grasgrüne Beine und ein leuchtend roter Hinterleib – doch trotz ihrer auffälligen Farben ist die Grüne Huschspinne an sonnigen Waldrändern und im Gräsergewirr von Feuchtwiesen kaum zu entdecken. Wie viele andere Arten auch, ist sie vom Verschwinden geeigneter Lebensräume bedroht. Die Arachnologische Gesellschaft wählte sie daher zur Spinne des Jahres.

 

Baum des Jahres: die Weißtanne

Die Nadeln der Weißtanne sind ein Leckerbissen für Rehe und Hirsche. Wenn dann noch Trockenheit und Luftschadstoffe hinzukommen, geht es ihr schlecht. Dabei kann eine Weißtanne eigentlich bis zu 65 Meter hoch und bis zu 600 Jahre alt werden. Doch jetzt ist sie vom Aussterben bedroht. Zum Baum des Jahres wurde die Weißtanne vom Kuratorium gleichen Namens gewählt.

 

Blume des Jahres: das Alpenglöckchen

Es bringt sogar Eis zum Schmelzen, wenn das Alpenglöckchen seine Blütenknospen nach oben durch die Erde schiebt. Die zu den Primelgewächsen gehörende Pflanze leidet vor allem unter dem Massenansturm von Mountainbikern, Skifahrern und Wanderern. Als Blume des Jahres, gewählt von der Stiftung Naturschutz Hamburg und der Stiftung zum Schutz gefährdeter Pflanzen, soll das Alpenglöckchen für sanften Tourismus werben.

 

Pilz des Jahres: der echte Hausschwamm

Der Echte Hausschwamm kann ganze Häuser zum Einsturz bringen. Er scheidet Enzyme aus, die Holz Cellulose entziehen, so dass nur eine bröckelige, braune Masse zurückbleibt. Davon bedroht sind alle Gebäude mit Holz, das durch Wassereintrittsstellen ständig feucht ist. Die Deutsche Gesellschaft für Mykologie kürte den Echten Hausschwamm zum Pilz des Jahres, um auf seine oft unterschätzte wirtschaftliche Bedeutung und Häufigkeit hinzuweisen.

 

 

 

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