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Home / Natur in Mannheim / Arten des Jahres 2003

 

 

 

 

Arten des Jahres 2003

 

Vogel des Jahres: der Mauersegler

Mit schrillen Rufen fliegt der dunkel gefärbte Mauersegler kreisend über Häuser und dicht an Mauern entlang. Er ist perfekt an das Leben in der Luft angepasst – er schläft sogar im Fliegen. Mit seiner Wahl zum Vogel des Jahres will der Naturschutzbund Deutschland auf die Wohnungsnot der Mauersegler aufmerksam machen. Sie stehen für viele andere Tiere, die in menschlichen Siedlungsräumen leben und auf ökologische Nischen in Dörfern und Städten angewiesen sind.

 

Tier des Jahres: der Wolf

Der Wolf wurde jahrzehntelang als gefürchtetes Raubtier gejagt. Sein Glück war es, dass er sich an verschiedenste Klimazonen anzupassen vermag. So hat es Meister Isegrim jetzt geschafft, sich wieder in Deutschland anzusiedeln. Das erste Rudel lebt auf dem Truppenübungsplatz Oberlausitz in Sachsen-Anhalt. Die Schutzgemeinschaft Deutsches Wild hat den Wolf zum Tier des Jahres 2003 gewählt, um sich für dessen Rückkehr nach Deutschland einsetzen.

 

Fisch des Jahres: die Barbe

Die Barbe gehört zu den wandernden Fischarten. Zur Laichzeit zieht sie in großen Schwärmen flussaufwärts. Wird ihr jedoch der Weg durch Stauwerke oder Wasserkraftanlagen versperrt, kann sie nur erschwert oder gar nicht ablaichen. Ihr Bestand ist daher stark gefährdet. So wurde sie vom Verband Deutscher Sportfischer zum Fisch des Jahres gewählt.

 

Insekt des Jahres: die Feldgrille

Im Sommer ist das Zirpen einer Feldgrille bis zu 50 Meter weit zu hören. Es sind die Männchen, die das Geräusch durch rasches Aneinanderreiben der Flügel erzeugen, um Weibchen anzulocken. Die Feldgrillen werden immer seltener, weil ihre Lebensräume wie Magerrasen und Heideflächen immer mehr verdrängt werden. Der Grund dafür ist das intensive Düngen von Wiesen. Das Deutsche Entomologische Institut kürte die Feldgrille zum Insekt des Jahres.

 

Spinne des Jahres: die Große Zitterspinne

In jedem Haus ist sie zu finden – meist an der Zimmerdecke. Dort fängt die Große Zitterspinne Mücken, Fliegen und andere für Menschen lästige Schädlinge. Fühlt sie sich beobachtet oder gestört, zittert sie in ihrem Netz hin und her. Mit der Wahl zur Spinne des Jahres möchte die Arachnologische Gesellschaft auf eine nützliche Tiergruppe hinweisen. Die Große Zitterspinne ist ungefährlich und harmlos, auch wenn sie acht Beine und ebenso viele Augen hat.

 

Baum des Jahres: die Schwarzerle

Die Schwarzerle liebt Wasser und wächst bevorzugt an Flussufern und in Auwäldern. Doch dort macht ihr ein Pilz der Gattung Phytophthora das Leben schwer. Zusätzlich wird ihr buchstäblich das Wasser abgegraben, da immer mehr Gebiete entwässert werden. Das Kuratorium „Baum des Jahres“ wählte sie deshalb für den Titel gleichen Namens aus.

 

Blume des Jahres: die Kornrade

Früher zählte die purpurviolett blühende Kornrade zu den häufigen Ackerwildkräutern. Sie war allerdings wegen ihrer giftigen Samen gefürchtet. Durch die Saatgut-Reinigung wurde sie wirksam bekämpft und ist jetzt fast ausgestorben. Die modernen Anbaumethoden in der Landwirtschaft tun ein übriges. Zur Blume des Jahres wurde die Kornrade durch die Stiftung Naturschutz Hamburg und die Stiftung zum Schutze gefährdeter Pflanzen gewählt.

 

Pilz des Jahres: Papageigrüner Saftling

Der Pilz mit dem glänzenden „papageigrünen“ Hut wächst auf ungedüngten und wenig genutzten Wiesen. Er und andere dort vorkommende Lebensgemeinschaften sind vor allem durch den intensiven Einsatz von Düngemitteln und Pestiziden in der Landwirtschaft bedroht. Dagegen sind Feinschmecker kaum eine Gefahr für ihn, denn er eignet sich nicht für den Verzehr. Die Wahl zum Pilz des Jahres traf die Deutsche Gesellschaft für Mykologie.

 

 

 

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