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Mobil sein mit Köpfchen – ein besseres Klima dankt es uns

Mannheim kann als die Stadt der Mobilität schlechthin bezeichnet werden. Hier erfand Carl von Drais das Fahrrad, baute Carl Benz das erste Automobil und konstruierte Fritz Huber den ersten Bulldog. Heute hat das Rhein-Neckar-Dreieck um Mannheim eines der dichtesten Netze an Fernstraßen in Deutschland. Zwei internationale und fünf nationale Autobahnen kreuzen sich in Mannheim.

Doch was häufig als ideale Verkehrslage gepriesen wird, hat auch eine Kehrseite. Mannheim hat inzwischen mehr Straßen- als Waldflächen. Der intensive Straßenverkehr belastet Mensch und Umwelt besonders stark: durch Abgase und Lärm, durch Unfälle, Parkplatz-Wüsten und hohen Energieverbrauch. Hinzu kommt die Luftverschmutzung von oben durch Flugzeuge - nicht zuletzt auch durch den City-Airport in Neuostheim.

Dicke Luft in Mannheim: Ökologische Verkehrswende notwendig

Der Verkehr ist einer der Hauptverursacher des Treibhauseffekts. Das liegt vor allem am Kohlendioxid-Ausstoß. In Deutschland werden inzwischen fast 25 Prozent des Kohlendioxid-Abgases durch den Verkehr verursacht. Außerdem werden Stickstoffoxide und Kohlenwasserstoffe in die Luft geblasen, die besonders an heißen Sommertagen die Bildung von Ozon begünstigen. Schwefeldioxid, das ebenfalls in Verbrennungsmotoren produziert wird, ist mitverantwortlich für die Versauerung von Boden und Gewässern.

Eine ökologische Verkehrswende ist daher dringend notwendig. Fußgänger- und Fahrradverkehr müssen stärker gefördert werden, ebenso Bahnen und Busse.

Machen Sie mit: Erst zu Fuß, mit Fahrrad oder Bahn

Jeder Einzelne kann durch sein Verhalten maßgeblich zu einer Umweltentlastung beitragen. Viel ist schon getan, wenn die verschiedenen Verkehrsmittel intelligent genutzt und miteinander kombiniert werden. Zu beachten ist auch, dass jeder umweltbewusste Verkehrsteilnehmer ein positives Vorbild für andere darstellt. Ein die Umwelt schonendes Verhalten vorzuleben, ist ein Anreiz, sich dem anzuschließen. Personen, die stark im öffentlichen Leben stehen, sollten hier eine Vorreiter-Rolle einnehmen.

Am umweltverträglichsten ist es natürlich, zu Fuß zu gehen oder mit dem Fahrrad zu fahren. Beides erzeugt weder Abgase noch Lärm. Danach folgen öffentliche Verkehrsmittel wie Straßenbahnen, Busse und Züge. Im Stadtverkehr ist das Fahrrad bei Entfernungen bis zu vier Kilometern sogar das schnellste Verkehrsmittel. Erst wenn die Entfernungen größer werden oder keine öffentlichen Verkehrsmittel zum gewünschten Zielort fahren, kann das Auto oder motorisierte Zweirad zum Einsatz kommen. Das Flugzeug ist mit Abstand am schädlichsten für die Umwelt.

Steigen Sie öfter mal auf Bahnen und Busse um! Im gesamten Rhein-Neckar-Raum bis in die Regionen Mainz und Karlsruhe besteht ein sehr gut ausgebautes Netz an öffentlichen Verkehrslinien. Am Hauptbahnhof Mannheim haben Reisende täglich die Auswahl unter rund 580 regionalen, überregionalen und internationalen Bahnverbindungen.

Mit dem Auto in die Stadt kostet viel Benzin und dauert lange

Zum Briefkasten um die Ecke, zum Einkaufen in die City, zum Training ins Fitnessstudio - für solche Kurzstrecken verbraucht ein Auto bis zu 40 Prozent mehr Kraftstoff als gewöhnlich, da der Motor sich nicht richtig aufwärmen kann. Außerdem sind Staus in Mannheims Innenstadt keine Seltenheit, und beim ständigen Halten und Anfahren kann das Auto sechsmal so viel Benzin schlucken.

Jeder Individualverkehr belastet die Umwelt! Denn dafür kommt meist ein Fahrzeug zusätzlich auf die Straße. Ein Fahrgast mehr im Zug macht dagegen nichts aus, denn die Bahn verbraucht deshalb weder mehr Energie, noch gibt sie zusätzliche Abgase ab.

Im Auto sitzt sehr oft nur eine Person. Dabei würde schon ein voll besetztes Fahrzeug einiges an Energie sparen. Doch ein gut besetzter Zug ist im Vergleich dazu ökologisch unschlagbar.

Bahn und Busse verbrauchen im Vergleich zu Autos wesentlich weniger Energie pro Fahrgast und Kilometer. Außerdem benötigen sie weniger Platz auf den Straßen und helfen, Staus zu vermeiden. Eine Straßenbahn beispielsweise kann genauso viele Menschen transportieren wie 25-30 voll beladene Autos und nimmt dabei nur einen Bruchteil des Raumes ein.

Der Traum vom Fliegen - für die Umwelt ein Albtraum

Für 30 EUR nach Mailand, für 49 EUR nach London – Fliegen ist heute oft billiger als mit dem Bus zu fahren. Nach einer Studie der OECD könnte im Jahr 2005 der Luftverkehr stärker zum Treibhauseffekt beitragen als die 600 Millionen Autos, die dann weltweit über die Straßen fahren.

Die Hälfte der geflogenen Kilometer geht auf das Konto des Tourismus´, der auch am stärksten für die Steigerung des Flugverkehrs verantwortlich ist. Dabei sind es nur 6,5 Prozent der Weltbevölkerung, die sich den Luxus von Flügen leisten können.

Ob Auto oder Flugzeug, der Treibstoffverbrauch ist, auf die Strecke und die beförderten Personen bezogen, bei beiden vergleichbar, ebenso die Einflüsse auf das Klima. Flugzeuge stoßen aber zusätzliche klimaschädliche Stoffe aus wie zum Beispiel Wasserdampf, aus dem die Kondensstreifen entstehen. Aus den Kondensstreifen können sich Wolken bilden, die zur Erderwärmung beitragen.

Fliegen ist erheblich teurer als die heutigen Flugpreise, wenn die Folgekosten mitberechnet werden, die durch Lärm und Schadstoffe des Flugverkehrs entstehen.

 

 

 

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Bürgerstadtplan Mannheim

Der Bürger-stadtplan ist ein Wegweiser für umweltfreundliche Mobilität, für ökologisches Einkaufen und naturnahe Freizeitgestaltung in Mannheim. Er ist gedacht als Orientierungshilfe für Neubürger und Alteingesessene. Der handliche Faltplan im Maßstab 1:18.000 informiert über das Radverkehrs-netz, die Bus- und Bahnlinien, die Standorte der CarSharing-Autos und vieles mehr.

Erhältlich für 4.90 EUR im Buchhandel, in Fahrradgeschäften, im Beratungszentrum Bauen und Umwelt im Collinicenter oder bei der Fahrradstation am Hauptbahnhof .

Bügerstadtplan (Auszug, PDF, ca. 886 KB).

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