Energiesparender Heizkessel und alte Heizkörper - geht das?
Heizkörper kompensieren
die Wärmeverluste eines Raumes. Die Heizleistung
eines Heizkörpers sollte so bemessen sein,
dass der Wärmeverlust des Raumes unter Auslegungsbedingungen
gerade gedeckt werden kann. Jedoch wurde diese
Anforderung in der Vergangenheit oftmals zu wenig
beachtet. Die Heizflächen sind "zur
Sicherheit" überdimensioniert worden.
Dies hat jedoch bei einem Austausch des alten
Heizkessels, der meist mit hohen Vorlauftemperaturen
gefahren wurde, den Vorteil, dass trotz neuen
Kessels und trotz niedriger Vorlauftemperatur
der alte Heizkörper weiter verwendet werden
kann (Natürlich nur, wenn die Heizkörper
keine Korrosionserscheinungen aufweisen, wie es
oftmals bei Stahlradiatoren aus den 60er und 70er
Jahren der Fall ist.).
Selbst nach einer energetischen
Sanierung (neue Fenster, Dämmung der Außenwand
und des Daches) können die alten Heizkörper
mit einer deutlich gesenkten Vorlauftemperatur
mittels Kesselsteuerung weiter verwendet werden.
Wenn ein baulicher Eingriff oder Korrosionserscheinungen
eine Neuinstallation nur einiger Heizkörper
erfordert, sollte den neuen Heizkörper der
gleiche Bemessungsfaktor zugrunde gelegt werden
wie den alten Heizkörper, ansonsten können
Regelungsprobleme auftreten. Einer Absenkung der
Vorlauftemperatur sollten Wärmebedarfsberechnungen
und die richtigen Bemessungsfaktoren für
die Heizkörper zugrunde liegen. Ein "Ausprobieren"
und "Herantasten" an den richtigen Wert
hat meist nur ein unbehagliches Raumklima oder
trotz allen Verbesserungen einen zu hohen Energiebedarf
zur Folge.
Weitere Tipps gibt die "Mannheimer
ÖkoBaufibel".
Wir danken der regionalen
Klimaschutzagentur KLIBA für die freundliche
Überlassung dieses Energiespartipps (Link:
www.kliba-heidelberg.de)
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