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Brennstoffwahl: Öl-Multis, Putin oder der Förster?
Wer ist am ehesten vertrauenswürdig?
So könnte man die Frage
überspitzt formulieren, die sich bei der
Modernisierung des Heizkessels häufig stellt:
Welchen Brennstoff soll man in den nächsten
15 Jahren verfeuern - Erdöl aus Arabien,
Erdgas aus Russland oder vielleicht sogar Holz
aus dem heimischen Wald? Wie entgeht man möglichst
den drastischen Preisschwankungen der Energieträger,
und wie verhält es sich mit der Verfügbarkeit
der Energieträger?
Der erste Schritt, um die
Abhängigkeit vom Energiemarkt zu verringern,
ist der Einsatz von modernen, effizienten Heizkesseln
und die Verbesserung des Wärmeschutzes -
unabhängig vom Energieträger. Das zeigt
das Rechenexempel für ein Einfamilienhaus:
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Altbau / heutiger
Ölpreis |
sanierter Altbau
/ zukünftiger Ölpreis |
Ölverbrauch |
3.200 Liter |
1.300 Liter |
| Ölpreis |
60 Ct/Liter |
120 Ct/Liter |
Brennstoffkosten
pro Jahr |
1920 € |
1560 € |
Trotz der Verdoppelung des
Ölpreises werden jedes Jahr 360 € Brennstoffkosten
eingespart!
Erdöl und Erdgas sind
nach heutigem Ermessen noch über Jahrzehnte
verfügbar. Allerdings ist sowohl die starke
Schwankung der Preise als auch die Ökosteuer
ein Ausdruck der Tatsache, dass die fossilen Energieträger
wie Öl und Erdgas nur begrenzt gefördert
werden können. In der Tat sagen die Experten,
dass der Höhepunkt der weltweiten Ölförderung
nunmehr überschritten ist und die Preise
dauerhaft steigen werden.
Der Preis des Erdgases ist
von verschiedenen Faktoren abhängig. Zum
Einen ist er herkömmlich an den Ölpreis
gekoppelt, was den derzeitigen Preisanstieg erklärt.
Zum Anderen könnte die Liberalisierung des
Gasmarktes einen dämpfenden Effekt haben.
Zudem ist Gas genauso endlich wie Erdöl.
Und Holz? Ist das nicht der
Brennstoff der Armen? Nein, denn die technische
Entwicklung hat zu vollautomatischen Holzkesseln
geführt, die für Zentralheizungen geeignet
sind. Als Brennstoff dienen Presslinge aus Holz,
sogenannte Pellets. Die Preise der Pellets liegen
unter denen des Heizöls. Wegen der positiven
Umweltbilanz wird die Kesseltechnik von der Bundesregierung
gefördert.
Weitere Tipps gibt die "Mannheimer
ÖkoBaufibel".
Wir danken der regionalen
Klimaschutzagentur KLIBA für die freundliche
Überlassung dieses E-nergiespartipps (Link:
www.kliba-heidelberg.de) |