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Schadstoffmessungen
Mit dem Siegeszug der
Chemie nahmen auch die Gefährdungen der Bewohner
zu. Eine asbesthaltige Fassadenverkleidung, chemischer
Holzschutz im Dachstuhl oder die Ausdünstungen
von Bodenbelägen bereiten Sorge. Nicht minder
gefährlich ist ein Befall mit Schimmelpilz.
Klarheit über die Situation
kann eine Raumluftanalyse schaffen, welche die
Belastung mit organisch-chemischen Verbindungen,
Schimmelpilzsporen, Fasern oder Milben untersucht.
Die Analysen sind jedoch teilweise recht teuer,
weshalb ein schrittweises Vorgehen bei der Suche
nach möglichen Belastungsquellen sinnvoll
ist. Ein guter Fachmann wird unter Berücksichtigung
vorliegender oder vermuteter Allergien gezielte
Analysen durchführen sowie Vorschläge
zum Umgang mit den Altlasten unterbreiten.
Typische Problemstellen von
Altbauten:
Schimmelpilzbefall an Innenwänden
chemischer Holzschutz im Dachstuhl oder bei Wand-
und Deckenverkleidungen
verwitterte Dacheindeckungen oder Fassadenverkleidungen
aus Asbestzement
teerhaltiger Asphalt-Estrich (in Häusern
bis 1940)
asbesthaltige Fußbodenplatten und –beläge
Asbest-Pappe an Heizkörperverkleidungen
asbesthaltige Nachtspeicheröfen
schadhafte Dachdämmung aus Mineralfasern
(ab 1995 in der Regel unproblematisch)
Dachausbau mit stark formaldehyhaltigen Spanplatten
stark formaldehydhaltige Wand- und Bodenbeläge
Trinkwasserleitungen aus Bleirohren
Eine neutrale Messung und
Bewertung von Schadstoffen in Wohnräumen
bieten die im Kasten genannten Labors. Zudem bietet
das Gesundheitsamt Mannheim eine Beratung an und
gibt Ratschläge zur Problembehandlung (Tel.
293-2239).
Regionale Anbieter
von Schadstoff-Untersuchungen:
ENVIS
GmbH
Institut
für Analytische Chemie
LAUS
GmbH
Öko-Consult
Dr. Gagelmann GmbH
(Angaben der Anbieter, ohne Gewähr).
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