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Brennwertkessel
Brennwertkessel nutzen
die im Erdgas oder Heizöl enthaltene Energie
besonders gut und bringen höchste Wirkungsgrade.
Die Technik ist ausgereift und eine preiswerte
Alternative zur konventionellen Gas- oder Ölheizung.
Im Unterschied zum Niedertemperaturkessel
gibt sich der Brennwertkessel nicht mit der einfachen
Verbrennung des Erdgases oder Heizöls zufrieden.
In einem Wärmetauscher wird die ansonsten
nutzlos aus dem Schornstein geblasenen Wärme
des Abgases genutzt. Es wird also nicht nur der
direkte Heizwert der Energie genutzt, sondern
fast die komplette während der Verbrennung
freiwerdende Energie – der Brennwert. An
diesem Umrechnungsmodell liegt es, daß bei
der Energiebilanzierung der Brennwerttechnik eine
Energieausbeute (bezogen auf den Heizwert) von
über 100 % realisierbar ist.
Ein wichtiges Qualitätsmerkmal
ist der Jahresnutzungsgrad des Kessels. Dieser
gibt an, wieviel Prozent des eingesetzten Brennstoffs
in nutzbare Wärme verwandelt wird. Dabei
werden die Abgas-, Abstrahlungs- und Stillstandsverluste
berücksichtigt. Der Nutzungsgrad eines guten
Gas-Brennwertkessels liegt bei mind. 105 %. Auch
sollte die Umwälzpumpe
regelbar sein, also ihre Leistung an den Bedarf
anpassen können.
Da die Abgase des Brennwertkessels
stark abgekühlen und einen hohen Feuchtigkeitsgehalt
haben, muß die Abgasleitung korrosionsbeständig
sein. In der Regel werden die Abgase des Brennwertkessels
in speziellen Leitungen aus Edelstahl oder Aluminiumlegierungen
abgeführt. Das beim Wärmetauscher anfallende
Kondensat kann bei den meisten Heizungen problemlos
in die Kanalisation eingeleitet werden. Erst bei
Anlagen mit einer Leistung von mehr als 200 kW
ist eine Genehmigung der Stadt Mannheim erforderlich.
Die sparsame Technik ist inzwischen
ausgereift und wird von jedem guten Heizungsmonteur
angeboten. Durch die eingesparten Energiekosten
rechnen sich die geringen Mehrkosten für
einen Gas-Brennwertkessel in der Regel in wenigen
Jahren. Ungünstiger sieht es heute noch bei
Olbrennwertgeräten aus, da die Investitionskosten
relativ hoch sind, der Energiespareffekt aber
niedriger als bei einem Gasbrennwertgerät
ist.
Weiterführende Infos:
Qualitätstest zu Brennwertkesseln
(Erdgas, Heizöl) finden Sie in der Zeitschrift
Öko-Test
oder Stiftung
Wartentest.
Übersicht der Fördermittel
Dipl.-Ing. Oliver Decken
10.1.2007
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